Die Cusanus-Stele
 

Unsere, ja, ich darf mit Recht sagen unsere Cusanus-Stele ist ein Schmuckstuck unserer Vaterstadt Koblenz. Wo auf dem Florinsmarkt vorher Müllcontainer standen, erhebt sich eine Säule von künstlerischem Rang, umgeben von einem großen Blumenbeet, für das wir dem städtischen Gartenamt Dank wissen.
Geschaffen wurde die Stele von dem Bildhauer Waldemar Kaspers aus Schuld an der Ahr, und zwar aus einem einzigen, gewaltigen Basaltstein

Der Platz, auf dem sie errichtet wurde, hat eine allseits anerkannte Bereicherung erfahren. Das wissen auch die Stadtführer, die es nicht versäumen, an dieser Stelle Worte zu dem großen Gelehrten und Kirchenfürsten zu verlieren. Es kann hier nicht der Ort sein, das Leben dieses Mannes zu würdigen: dafür ist es zu gewaltig. Nur eines sei gesagt: Wenn sich das Gedankengut des Moselaners wirksamer durchgesetzt hätte, wäre die Weltgeschichte anders verlaufen, und zwar gewiss in glücklicheren Bahnen.

Die Stele sollte für uns Anlass sein, sich näher mit diesem großen Gelehrten zu befassen. Einen Einstieg bietet die Arbeit von Ulrich Offerhaus „Nikolaus von Kues und das Stift St. Florin in Koblenz", Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz, Koblenz; ebenso das Werk von Thomas Darscheid, Markus Troge. Ulrich Offerhaus „Den Koblenzer Cusanus entdecken", ebenfalls herausgegeben vom Landesmedienzentrum. Empfehlenswert ist auch die Schrift von Klaus Kremer „Nikolaus von Kues, einer der größten Deutschen des 15. Jahrhunderts", herausgegeben vom Paulinus-Verlag, Trier, 2002. Wer noch tiefer einsteigen möchte in die Vita des Cusanus, der findet reichliche Quellen in der Landesbibliothek am Bahnhofsplatz. Quellen bis hin zu seinen in St. Florin und Liebfrauen gehaltenen Predigt.

Ich wünsche allen Cusanus-Freunden viel Freude bei ihrem Gang durch seine Geschichte

Dr. E. Thul