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Tagesausflug in den Naturpark Nordeifel 

 

Der Herbstausflug 2017 des Lesevereins führte uns in das Freilichtmuseum Kommern und in die Stadt Bad Münstereifel bei herbstlichem Wetter. Das heute 60-jährige Freilichtmuseum Kommern umfasst überwiegend Bauernhäuser aus der Zeit von 1750 bis 1920 und zeigt uns das Leben drei bis acht Generation voraus. Wir sehen dabei auch, wie sich unsere Heimat verändert hat in der Art des Lebens und in der Zusammensetzung der Bevölkerung. Es ist keine 150 Jahre her, dass unsere Vorfahren aus Not in die Fremde zogen und ihr Heil in Übersee suchten – ähnlich wie Flüchtlinge heute aus anderen Teilen der Welt nach Europa drängen.

60 Jahre Freilichtmuseum zeigen aber auch die Vergänglichkeit: Häuser, die vom Niederrhein bis zum Westerwald und Hunsrück dort aufgestellt sind, nachdem sie zuvor vor Ort abgebaut wurden, bedürfen ständiger Renovierung. Alles wandelt sich und alles, was der Mensch schafft, ist vergänglich. Eine vor 15 Jahren geschaffene Ausstellung zeigt darüberhinaus die Entwicklung bis 1945 von der Zeit Napoleons bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Herbstfahrt2017

Anschließend ging es nach Bad Münstereifel, einer Stadt mit langer Tradition an der Erft, die sich dadurch auszeichnet, ein Factory-Outlet-Center in die Stadt geholt zu haben. 30 Anbieter sind neben den städtischen Anbietern dort angesiedelt und führten am Samstag zu einer belebten Innenstadt. Optisch konnte die Fachwerkstruktur der Stadt dadurch erhalten und genutzt werden, zumindest was die Schokoladenseite der Häuser angeht. Die Nutzung der Obergeschosse ist jedoch nicht mehr möglich, da deutsche Vorschriften – insbesondere des Brandschutzes – faktisch eine Nutzung verhindern. Die Fremdenführer führten uns durch diese historische Stadt, die zu den wenigen gehört, die noch von einer vollständigen Stadtmauer umgeben sind.

Den Abschluss unserer Fahrt bildete Mendig, wo wir in der Vulkan-Brauerei bei Speis und Trank unsere Gedanken austauschen konnten. Die Planung von Adolf Meinung war ein weiteres Mal gelungen und wir können uns schon auf seine weiteren Vorschläge für neue Reisen freuen.
Ihr Heinz-Peter Mertens

Sieh, das Gute liegt so nah`
Ein weiterer Erlebnisbericht von Adolf Meinung

Man muß nicht immer weit fahren, um Neues zu entdecken. Unser Ziel am 9. September war zunächst das Rheinische Landschaftsmuseum in Kommern bei Mechernich. Gleich hinter der NRW-Landesgrenze erfahren auch die Rheinland-Pfälzer, besonders die Rheinländer, sehr viel über rheinisches Leben und Wohnen in den vergangenen Jahrhunderten. Gut restaurierte und oftmals eingerichtete ehemalige Bauern- und Wohnhäuser aus der Gegend zwischen Koblenz, dem Westerwald und der Eifel stehen in diesem Landschaftspark. Um sich das große Gelände zu erschließen, muß man einiges laufen. Gut, dass die Lese keine „Fußkranken“ dabei hatte. Schön für alle war besonders die Sonderausstellung „Wir Rheinländer“. Auch die Koblenzer Herzen schlugen höher als man die Halle mit den lebensgroßen Figuren in den nachgestellten engen Gassen, vor und in den Häusern, in Karnevals –oder Polizeiuniformen des 19. und 20. Jh. entdeckte. Auch Tragisches aus der Zeit der Kriege kann man nachempfinden.
Nach den Stunden in Kommern besuchten wir das Rur-und Kur-Städtchen Bad Münstereifel mit seiner Stiftskirche, der wunderbaren Fußgängerzonen und mit ihren über 50 City-Outlet Läden mit den Modenamen aus der ganzen Welt. Herrlich für Damen – und manchen Herren. Die Führung durch die Stadt zeigte uns auch die große Vergangenheit dieser sehenswerten Stadt, die wieder richtig auflebt. Nicht nur wegen Heino´s Café im Kurhaus. Und der Abschluß des Tages wurde wieder zünftig. In der Vulkanbrauerei in Mendig fanden die über dreißig Koblenzer einen herrlichen Platz, um gut zu essen und zu trinken.
Fazit: Die Lese findet immer gute Ziele für Reisen. Man müßte nur mehr Mut haben und mal wieder dabei sein. Zum Beispiel im kommenden Jahr.  
Ihr Adolf Meinung