Heinz-Dieter Maahs hat die Chronik unseres Vereins

 aus Anlass des 140-jährigen Jubiläums weitergeschrieben.

 

Das Jahrhundertjahr 1963 wurde vom Vorstand sorgsam vorbereitet. Eine Festwoche vom 19. bis 26. Mai sollte das 100-jährige Bestehen des Kath. Lesevereins festlich dokumentieren. Ministerpräsident Dr. h. c. Peter Altmeier hatte sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Mit einem Pontifikal-Hochamt in St. Kastor, das von Diözesanbischof Dr. Matthias Wehr zelebriert wurde, begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten. Der Kirchenchor St. Kastor sang unter Leitung von Heinz Nickisch die Missa Festiva von Flor Peters, begleitet an der Orgel von Heinz Anton Höhnen.

Dr. Kurt Esser hielt die Festpredigt.

Am abendlichen Festakt im renovierten großen Festsaal konnte Vorsitzender Peter Malmen neben vielen Persönlichkeiten des kirchlichen und öffentlichen Lebens auch Ehrenmitglied und Schirmherr Ministerpräsident Dr. h. c. Peter Altmeier begrüßen. Der Vorsitzende gab zunächst einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, und Festredner Oberstudiendirektor Wilhelm Gulde stellte besonders die geistig religiösen Werte der katholischen Vereine in den letzten 100 Jahren heraus. Oberbürgermeister Macke überbrachte die Grüße der Stadt Koblenz und Domkapitular Schäfer die Glückwünsche des Bischofs.

Alt-Oberbürgermeister Josef Schnorbach, Staatsminister a. D. Johannes Junglas, Stadtdechant Peter Plein, Pastor Johannes Klein, Wienand Jechel und Willi Hörter sen. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Festabend wurde mit Gesangsdarbietungen des Kirchenchors St. Kastor feierlich umrahmt. 

Ein weiterer Höhepunkt der  Festwoche brachte der Vortrag von Pater Maurus Münch.

O.S.B. von der Abtei St. Matthias Trier mit dem Thema: „100 Jahre Kath. Leseverein – Erbe und Verpflichtung“, der auch als Sonderdruck veröffentlicht wurde. Eine Feierstunde am Görresdenkmal zu Ehren des großen Koblenzers Josef Görres und eine Kranzniederlegung am Grabe des Mitgründers und ersten Vorsitzenden Advokat-Anwalt Franz Adams II fanden Widerhall bei den Mitgliedern.

Mit einem Tanzabend für die Koblenzer Jugend und dem Jubiläumsfestball als Abschluss endeten die Feierlichkeiten zur Hundertjahrfeier.

Bleibt noch besonders zu erwähnen, dass eine umfangreiche mit vielen Beiträgen und Bildern erstellte Festschrift große Beachtung fand, die von Theo Weber, Clemens Theis und Heinrich Wolf gestaltet wurde.

Dem Vorstand im Jubiläumsjahr gehörten an:
Peter Malmen, Vorsitzender
Karl Flach, Stellvertreter
Prälat Dr. Kurt Esser, geistlicher Beirat
Willi Daniel, Beisitzer
Peter Kloke, Beisitzer
Jakob Krämer, Beisitzer
Alfons Sauerborn, Beisitzer
Dieter Siefarth, Beisitzer
Clemens Theis, Beisitzer
Dr. Alois Wirtz, Beisitzer
Gustav Wirtz, Beisitzer
Heinrich Wolf, Beisitzer

In der Jahreshauptversammlung 1963 wurde der Vorstand nahezu vollständig bestätigt. Für das aus gesundheitlichen Gründen ausscheidende Mitglied Jakob Krämer wurde Dr. Clemens Henrich gewählt. Der Katharinenball wurde wegen der Ermordung von US-Präsident Kennedy kurzfristig abgesagt.

Im Rahmen des Besinnungstages am 2. Adventssonntag wurde Jupp Thunert wegen seiner großen Verdienste um unseren Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Die folgenden Jahre zeigten, dass der Besuch und die Nutzung unseres Vereinshauses merklich nachließen und die Wirtschaftlichkeit kaum gewährleistet war. Zeitweise musste  der Restaurationsbetrieb geschlossen werden. Verhandlungen mit dem Bund, das Haus als Soldatenheim zu vermieten, scheiterten ebenso wie eine Nutzung durch die bischöfliche Behörde in Trier.

Ab dem 1. September 1965 wurde das Haus wieder geöffnet. Von einer Veräußerung wurde vorerst abgesehen.

In der Jahreshauptversammlung am 24. April 1968 wurden eine neue Satzung verabschiedet und ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender blieb Peter Malmen, Stellvertreter Willi Daniel, geistl. Beirat Dr. Kurt Esser, Beisitzer: Anton Kirschhöfer, Dr. Ewald Thul, Heinrich Wolf, Günther Zenzen.

Josef Muth und Edmund Anton Reif wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, da sie dem Verein uneigennützig helfend zur Verfügung gestanden hatten. Die wirtschaftliche Situation des Görreshauses verschlechterte sich zunehmend, so dass in der Jahreshauptversammlung 1971 der Verkauf des Vereinshauses beschlossen wurde. Für rund 1 Million DM wurde das Gebäude nach langen Verhandlungen von der Stadt Koblenz erworben. Der Vertrag wurde am 1. März  1972 beurkundet. Damit konnte erreicht werden, dass ein Abbruch dieses historisch wertvollen Gebäudes verhindert wurde.

Zu einem Altennachmittag hatte der Vorstand am 15. März 1972 nochmals in das Görreshaus eingeladen. Es fanden sich viele Mitglieder ein. Man war sich bewusst, dass das Vereinsleben auch nach Trennung von dem Vereinshaus weitergeht, da in der Vergangenheit schon Veranstaltungen in der Rhein-Mosel-Halle stattgefunden hatten und alle gut besucht waren. 

Ab Juli 1972  übernimmt Frau Elisabeth Wolf  die Geschäftsführung des Vereins.

Das 110-jährige Stiftungsfest feierte der Verein, verbunden mit dem Dreikönigs-Bohnen-Ball, im kleinen Saal der Rhein-Mosel-Halle. Wilhelm Fürst und Heinrich Elsner erhielten für ihre Verdienste um den Verein die Urkunde als Ehrenmitglieder. Oberbürgermeister Willi Hörter überreichte im Auftrag des Ministerpräsidenten Dr. Helmut Kohl dem Vorsitzenden Peter Malmen den Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz für die Verdienste des Kath. Lesevereins auf gesellschaftlichem und kulturellem Gebiet.

Am 10. Februar 1973 starb unser Ehrenmitglied, Domkapitular Peter Plein, und wenige Tage später, am 18. Februar 1973, wurde unser langjähriger geistlicher Beirat, Pastor Carl Schlüter heimgerufen. Unser Ehrenmitglied Oberbürgermeister a.D. Josef Schnorbach verließ  uns am 22. August des gleichen Jahres. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wird er zu Grabe getragen.

Der Dreikönigs-Bohnen-Ball 1974 fand aus organisatorischen Gründen im Kaisersaal des Kurfürstlichen Schlosses statt. Über 800 Besucher fanden sich ein, so dass auch die Nebenräume in Anspruch genommen werden mussten. Es war ein festlicher Abend, an den man sich noch lange Zeit gerne erinnerte.

Die Kappensitzung im gleichen Jahr fand so großen Zuspruch, dass man den großen Saal der Rhein-Mosel-Halle anmieten musste.

Als bedeutende Vortragsveranstaltung ist ein Abend mit Erzherzog Dr. Otto von Habsburg zu erwähnen, der auf Einladung unseres Vereins im überfüllten Saal der IHK über das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ referierte.

In der Jahreshauptversammlung auf der Königsbach wurde der Vorstand unverändert bestätigt. Für den verstorbenen Pastor Schlüter wurde Pastor Michael Franz als geistlicher Beirat gewählt. Heinrich Wolf wurde für seine engagierte 25-jährige Vorstandstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Höhepunkte des Görresjahres 1976 waren die Veranstaltungen der Görres-Gesellschaft vom 25. bis 29. September 1976 aus Anlass ihrer Gründung vor 100 Jahren in Koblenz. Ein Pontifikalamt in St. Kastor mit den Kardinälen Höffner und Volk, den Bischöfen Kempf und Dr. Stein und den Vertretern des Staates, an ihrer Spitze Bundespräsident Walter Scheel und Ministerpräsident Dr. Kohl, und dem anschließenden Festakt in der Rhein-Mosel-Halle waren bedeutende Ereignisse.

Der Leseverein gedachte seines großen Sohnes in Vortragsveranstaltungen mit Prof. Dr. Bossle, des Verlegers Dr. Binkowski und Prof. Dr. Illies.

Am 28. August 1977 starb unser Ehrenmitglied Ministerpräsident a.D. Dr. h. c. Peter Altmeier. Nach einem Staatsakt in der Rhein-Mosel-Halle und dem Totenamt in der St. Josefskirche wurde der Ehrenbürger der Stadt Koblenz unter großer Anteilnahme von Persönlichkeiten des kirchlichen und weltlichen Lebens und der Bevölkerung auf dem Hauptfriedhof zur Ruhe gebettet.

In der Jahreshauptversammlung am 15. November 1977 wurde ein neuer Vorstand gewählt: Dr. Ewald Thul wird 1. Vorsitzender, Peter Malmen einstimmig Ehrenvorsitzender mit Sitz und Stimme im Vorstand, Willi Daniel Stellvertreter; geistlicher Beirat blieb Pastor Michael Franz, weitere Vorstandsmitglieder sind Heinrich Wolf, Günther Zenzen und Alfons Sauerborn. Anton Kirchhöfer hat nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit nicht mehr kandidiert. 

Leider musste in 1978 der Dreikönigs-Bohnen-Ball ausfallen, da kein geeigneter Balltermin zu erhalten war. Dafür wurde das Frühlingsfest im größeren Rahmen gefeiert. Außerdem wurden Fahrten nach Oberwesel und Limburg veranstaltet, die großen Zuspruch fanden.

Vorstandsmitglied Heinrich Wolf erhielt den Altstadtpreis 1978, der zum vierten Male verliehen wurde. Er wurde ausgezeichnet für seine heimatkundlichen Schriften und seine ausgezeichneten fotografischen Bildberichte.

Erwähnenswert ist im Rahmen der Gedenkfeiern aus Anlass des 200.Geburtstages von Clemens von Brentano der Vortragsabend unseres Vereins am 10. März 1978 in der Deinhard-Kongress-Halle vor über 400 Zuhörern mit Prof. Dr. Heckmann aus Bad Vilbel, einem der besten Kenner von Brentanos, wie der Vorsitzende Dr. Thul in seiner Begrüßung erwähnte.

Die Jahreshauptversammlung am 21. November 1978 verlief harmonisch. Der Vorsitzende konnte mitteilen, dass sich die Mitgliederzahl auf  538 erhöht hat.

Der Dreikönigsball 1979  fand wieder bei guter Beteiligung im großen Saal der Rhein- Mosel-Halle statt.   

Höhepunkt im Karneval war die Kappensitzung der Lese unter Itsche Sauerborn, der das närrische Präsidium anführte. Vorsitzender Dr. Ewald Thul dankte im Verlauf der Veranstaltung dem anwesenden Oberbürgermeister Willi Hörter, der fast zwei Jahrzehnte Sitzungspräsident der Lese gewesen war. Peter Kloke, der 30 Jahre aktiv in den Lesesitzungen tätig war, verabschiedete sich aus der Bütt.

Ehrenmitglied Josef Muth wurde am 17. März 1979  zu Grabe getragen. Er hatte in schwerer Zeit dem Verein mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden.

Die weiteren traditionellen Jahresveranstaltungen verliefen ohne Besonderheiten. Allerdings ließ die Beteiligung manchmal zu wünschen übrig. Zur Jahreshauptversammlung 1979 fand sich die Lesefamilie erstmals im Pfarrzentrum St. Franziskus zum Gottesdienst und den anstehenden Regularien zusammen.

Die Veranstaltungen im Jahre 1980  waren gut besucht.

Die Verdienste des 2. Vorsitzenden und langjährigen Schatzmeisters Willi Daniel wurden   durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt.

Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 5. September 1980 brachten keine Veränderungen im Vorstand.

Die Teilnahme am Katharinenball am 29. November 1980 erfüllte nicht die Erwartungen des Vereins, dagegen war der Dreikönigsball am 3. Januar 1981 wieder ein glanzvoller Erfolg. Ebenso die Kappensitzung am 25. Februar, in der OB Willi Hörter für den verhinderten Itsche Sauerborn als Sitzungspräsident einsprang und souverän durchs bunte Programm  führte.

Dr. Erich Franke, einem treuen Freund und Förderer unseres Vereins, wurde die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. Der Stadtrat ehrte den langjährigen CDU-Fraktionsvorsitzenden und Historiker mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Erinnert sei auch noch an eine Fahrt nach Trier, auf der man unterwegs spontan die Wallfahrtskirche in Klausen besuchte und eine Kerze vor dem Marienaltar aufstellte.   

Das Jahr 1982 verlief ohne Besonderheiten, ebenso die Jahresversammlung am 15. Oktober, die in geselliger Runde mit einem guten Glas Wein endete. Zuvor waren noch unsere verdienten Mitglieder Peter Kloke und Peter Iven zu Ehrenmitgliedern ernannt worden.

Einen Verlust für unseren Verein bedeutete der plötzliche und allzu frühe Tod unseres langjährigen Vorstandsmitglieds Heinrich Wolf, den wir am 30. Mai 1983 zu Grabe trugen. Seit 1949 hat er die Geschicke der Lese wesentlich mit gestaltet und tatkräftig unterstützt. Sein von ihm geschaffenes Fotoarchiv ist eine Dokumentation der Zeitgeschichte. 

Ein besonderes Ereignis war am 4. Februar 1983 die Heiligtumsfahrt nach Maastricht, die uns gemeinsam mit Angehörigen der Pfarrei St. Beatus und einer Abordnung der St. Sebastianusbruderschaft Ehrenbreitstein dorthin führte. Als Geschenk wurde eine Reliquie des hl. Servatius überbracht mit der Urkunde des Trierer Bischofs. Mit 14.000 Gläubigen feierten wir zusammen das Festhochamt mit Bischof Dr. Gijsen, ein einmaliges Erlebnis für alle Teilnehmer.

In der Jahreshauptversammlung 1983  wurden Eugen Lambert und Gerhard Genzler neu in den Vorstand gewählt, als Nachfolger für den verstorbenen Heinrich Wolf und für den Ehrenvorsitzenden Peter Malmen, der für ein Beisitzeramt nicht mehr kandidierte. Der übrige Vorstand wurde wiedergewählt.

Beachtung verdient die Renovierung des Görreshauses durch das Land Rheinland-Pfalz. Nach der Übereignung durch die Stadt an das Land am 8. Dezember 1980 wurden inzwischen die Planungen für die Renovierung durchgeführt und Mittel von rd. 6,8 Mill. DM  bereitgestellt, so dass die Bauarbeiten im April 1983 beginnen konnten, welche für das Staatsorchester Rheinische Philharmonie eine Bleibe schaffen sollten. Am 22. November 1983 konnte das Richtfest gefeiert werden.

Dreikönigsball, Kappensitzung, Fahrten nach Bernkastel-Kues und Aachen, Vorträge von Prof. Dr. Rudolf Haubst über Nikolaus von Kues und Prof. Dr. Heckenbach über Kult und Musik“ sowie der Katharinenball, eine Weinprobe im Kolpinghaus und eine gut besuchte Jahreshauptversammlung 1984 zeigten die umfangreichen Aktivitäten auf. 

Der Dreikönigs-Bohnen-Ball am 5. Januar 1985 fand leider nicht die erhoffte Beteiligung. Dagegen war die Karnevalssitzung im Kammermusiksaal überfüllt. Erstmals schwang Rudi Schmidt das närrische Zepter als Sitzungspräsident, nachdem Itsche einem Jüngeren nach 13 Jahren das Amt übertragen hatte. Auch die übrige Jahreszeit hatte ein volles Programm. Fahrten nach Xanten und Kevelaer, nach Prüm und Himmerod, Jubilarenehrung für 25- und 50-jährige Mitgliedschaft, Besinnungstage, bestimmten das Vereinsgeschehen. In der Jahreshauptversammlung 1985 wurde Berthold Matthias Schäfer neuer geistlicher Beirat, nachdem Pastor Michael Franz aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe nicht mehr wahrnehmen konnte. Für sein Engagement um unseren Verein wurde er spontan zum Ehrenmitglied ernannt. 

In einer Vortragsveranstaltung sprach Diözesanbischof Dr. Spital zu brennenden Fragen unserer Zeit im vollbesetzten Saal der Handwerkskammer. Das Treffen zum hl. Martin und der Katharinenball beendeten das Vereinsjahr.

Auch das Jahr 1986 verlief in gewohnter Weise. Leider mussten wir unser Ehrenmitglied und langjährigen geistlichen Beirat, Pastor Michael Franz zu Grabe tragen. Er liegt auf dem Friedhof in Gemmerath begraben. Viele Koblenzer nahmen an der Beerdigung teil. In der Jahreshauptversammlung 1986 mit Neuwahlen gab es keine Veränderungen im Vorstand.

 Der Katharinenball am 29. November wurde gemeinsam mit den Pfarrangehörigen von St. Kastor gefeiert, und zwar aus Anlass des 1150. Geburtstages des Kastordoms. Eine Tombola zu Gunsten der Kirche erbrachte einen Erlös von 4.225,--  DM.

Den Dreikönigsball 1987 eröffneten die Sternsinger von St. Kastor mit freudigem Gesang. Die zahlreichen Besucher dankten mit Gaben und Beifall.

Die Kappensitzung verlief erfolgreich. Die Fahrten nach Fulda zu Bischof Dr. Dyba und nach Saarbrücken waren jeweils mit über 100 Teilnehmern ausgebucht. Die Besinnungstage waren gut besucht. Im übrigen standen für den Vorstand die Vorbereitungen für das 125. Stiftungsfest im Jahre 1988 an. Die Jahresversammlung stand im Zeichen herzlicher Begegnung, die Regularien wurden zügig erledigt.

Mit einem festlichen Dreikönigs-Bohnen-Ball am 2. Januar 1988 begann das Jubiläumsjahr 1988 aus Anlass der 125. Wiederkehr des Gründungstags unseres Vereins.

Das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Hermann Josef Spital, mit gestaltet von den Kirchenchören der Pfarreien von Herz Jesu und St. Elisabeth, an der Orgel Heinz Anton Höhnen, erlebten wir eindrucksvoll in St. Kastor. Danach begann die Festakademie im Görressaal. Mit einer Eröffnungsfanfare und der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden begann die Feier. Es folgten die Ansprache des Bischofs und ein Grußwort des Landtagspräsidenten Dr. H.P. Volkert. Oberbürgermeister Hörter überbrachte die Glückwünsche von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft  unserer Stadt.
Die Festansprache hielt der Präsident der Görresgesellschaft,

Prof. Dr. Paul Mikat, Düsseldorf, über das Thema

„Politik und Religion“
 

[zum Text des Vortrages]

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Hiroaki Masuda.

Die Meditation in der Fastenzeit im Eltzerhofkloster war sehr gut besucht. Das Thema der Kappensitzung mit „125 Jahre lang ist die Lese jung geblieben“ war ein voller Erfolg. An der Fahrt ins Land der Franken nahmen 120 Mitglieder und Freunde teil; und die Flandernfahrt mit nahezu der gleichen Anzahl von Teilnehmern war voller Erlebnisse. In der Jahreshauptversammlung wurden die Veranstaltungen nachbereitet und als sehr eindrucksvoll bezeichnet. Dem Vorstand wurde aus der Versammlung hohes Lob zuteil. „Debbekooche-Esse“ und die Adentsbesinnung beschlossen das ereignisreiche Jubiläumsjahr. In diesem Jahr verloren wir zwei Ehrenmitglieder, Heinrich Elsner am 11. August 1988 und Pastor Jakob Malburg am 26. September 1988.

Im blumengeschmückten großen Saal der Rhein-Mosel-Halle begannen wir am 7. Januar 1989 unser Gesellschaftsleben mit dem traditionellen Dreikönigs-Bohnen-Ball. Die Kappensitzung im neuen Narrenschiff mit einem „gemischten Elferrat“ unter Michaela, alias Michael Hörter, begeisterte das närrische Publikum.

Die Frühlingsfahrt führte nach Essen zur Villa Hügel mit dem herrlichen Park und anschließend in die Münsterkirche mit Domschatzkammer. Nach dem Gottesdienst fuhren wir zum geselligen Abschluss nach Welling.

Sehr zahlreich war die Teilnahme an unserer Jubilarenehrung im Weindorf.

Der zweitägige Herbstausflug  brachte uns ins Elsass. Straßburg, Colmar, Obernai mit dem Odilienberg und Neu-Breisach waren die Stationen. Überrascht zeigten sich alle Teilnehmer, dass wir die Grenzen ohne Passkontrollen überschreiten konnten. Europa nimmt Gestalt an.

Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung waren der Rückblick auf das Jubiläumsjahr 1988 und die Neuwahlen zum Vorstand. Ehrenmitglied und Schatzmeister Willi Daniel verzichtete aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur. Vorsitzender Dr. Ewald Thul fand lobende Worte des Dankes für die langjährige und auch zeitweise sehr schwierige Tätigkeit. Zum Nachfolger wurde einstimmig Stadtkämmerer  Heinz-Dieter Maahs gewählt. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt.

Zum Debbekooche-Esse fanden sich 120 Besucher im Kolpinghaus ein. Eugen Lambert fand frohe Begrüßungsworte, und Manfred Gniffke und Werner Laube erfreuten mit lustigen Geschichten und Mundart-Gedichten.

Die Besinnungsnachmittage in der Fastenzeit und im Advent waren von unserem geistlichen Beirat, Pastor Berthold Matthias Schäfer großartig vorbereitet. Ehrenmitglied Peter Kloke, der auch lang im Vorstand tätig war, wurde im Alter von 82 Jahren heimgerufen.

Der Dreikönigs-Bohnen-Ball 1990 hatte mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Oberbürgermeister Willi Hörter einen besonderen Höhepunkt.

Dr. Ewald Thul wies bei der Überreichung der Urkunde besonders auf die großen Verdienste in schwieriger Vereinszeit und auf die langjährige Präsidentschaft im Elferrat der Lese hin.

„Bunt in Bunt“ gab sich die Lesesitzung am 21. Februar 1990 im übervollen Kammermusiksaal der Rhein-Mosel-Halle. In den Uniformen der Koblenzer Karnevalsvereine gab man der Freude darüber Ausdruck, dass man nunmehr auch Mitglied der AKK ist.

Unvergessen bleibt die Reise nach Thüringen nach Öffnung der innerdeutschen Grenze. Mit drei Bussen und 150 Teilnehmern fuhren wir am 11. Mai 1990 zunächst nach Bad Hersfeld, um am nächsten Tag frühmorgens die Grenze zu überschreiten. Die Vopos kontrollierten zwar die Pässe sehr genau, aber der Grenzübertritt war wenig problematisch. Der nachfolgende Besuch auf der Wartburg war für alle ein besonderes Erlebnis. Nach einer Kurzbesichtigung Eisenachs ging’s nach Weimar, einer freundlichen Stadt, die zum Bummeln einlud. Danach fuhren wir nach Erfurt zum Dom,  wo wir von dem Weihbischof Hans Reinhard Koch mit großer Freude und Herzlichkeit begrüßt wurden. Mit Weihbischof Koch feierten wir in der Severi-Kirche Eucharistie. Als Gastgeschenk übergaben wir ein Messbuch, pädagogische Materialien für den Kindergarten und Medikamente. Nach dem Stadtbesuch ging es zurück nach Kirchheim, wo wir uns über das Erlebte unterhielten und voller Dankbarkeit am späten Abend zufrieden nach Koblenz zurückkehrten.

Die Herbstfahrt führte über Aschaffenburg und Miltenberg zur barocken Wallfahrtskirche Walldürn, wo wir mit unserem geistlichen Beirat die heilige Messe feierten. Nach abendlicher Rast in Stahlhofen trafen wir kurz vor Mitternacht wieder in Koblenz ein.

Die Besinnungstage vor Ostern und Weihnachten fanden die erhoffte Resonanz. Am 17. März trafen wir uns auf Einladung unseres Mitglieds Franz Krautkremer in der alten Kirche in Spay und am 8. Dezember 1990 in St. Kastor. Beide Meditationen gestaltete Pastor Schäfer.

Die Jahreshauptversammlung1990 stand im Zeichen des Rückblicks auf unsere Fahrt nach Thüringen und Beratungen von Hilfeleistungen in Erfurt.

Im Hinblick auf die Aufgabenmehrung in unserem Vorstand wurde eine Satzungsänderung beschlossen, die eine Erweiterung des Vorstandes um zwei Beisitzer vorsieht. Neu in den Vorstand wurden Alfred Schweitzer und Michael Hörter gewählt.

Im Kolpinghaus fand wieder das St. Martinstreffen mit Debbekooche-Esse statt.

Der Dreikönigs-Bohnen-Ball 1991 war trotz hervorragendem Programm nur mäßig besucht.

Der Vorstand ist hierüber sehr besorgt und hofft im Folgejahr auf stärkeren Besuch, andernfalls ist seine weitere Durchführung aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich.

Wegen des Golfkrieges wurde die Kappensitzung abgesagt.

Zur Jubilarenehrung traf man sich am 4. Juni 1991 im Weindorf. Pastor Kurt Butterbach, ehemals Pfarrer von Liebfrauen, machte sich zum Sprecher der Geehrten und erinnerte an unvergessliche Stunden in der Lese.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. Juni 1991 im Pfarrsaal von St. Josef war eine Satzungsänderung zu beschließen, die die Anerkennung der Gemeinnützigkeit unseres Vereins sicherstellen sollte. Bei zwei Enthaltungen wurde die Satzungsänderung beschlossen.

Ein Angebot des Vereins, einen Ausflug für junge Familien zu veranstalten, fand große Resonanz. Zwei  Busse mit 30 Kindern, begleitet von ihren Eltern und Großeltern, erlebten frohe Stunden im Brohltal.

Die Herbstfahrt führte  nach Selfkant in Holland und war von unserem Mitglied Hanns Heidemanns organisiert worden. Wassenberg und Roermond waren Ziele des Besichtigungsprogramms.

Die Fastenmeditation stand unter dem Leitgedanken „Ostern entgegen“ und der Besinnungstag im Advent „Neuer Aufbruch in der Kirche“.

Unsere Aufbauhilfe Ost waren eine Kücheneinrichtung für den Kindergarten im Marienstift Erfurt und die Übernahme der Außengestaltung des kath. Kindergartens in Weimar. Michael Hörter und Vereinsmitglied Lothar Doré überbrachten die Hilfen in Thüringen.

Die Jahreshauptversammlung am 18. Oktober 1991 befasste sich mit den üblichen Regularien und der Beschlussfassung über ein Geschenk an unsere Heimatstadt aus Anlass ihrer 2000-Jahrfeier. Vorsitzender Dr. Thul erläuterte den Plan des Vorstands, der Stadt Koblenz ein Glockenspiel [mehr] zu schenken, das an der Wand des Jesuitenkollegs angebracht werden solle. Der Vorschlag fand die Zustimmung aller Anwesenden.

Prof. Dr. Franz Ronig zeigte am 19. November 1991 in der HWK eine instruktive Diaschau über seine Reise nach Bolivien. Diese hatte er im Auftrag der Bischofskonferenz Boliviens durchgeführt, um eine Bestandsaufnahme der kirchlichen Baudenkmäler in die Wege zu leiten.

Der Dreikönigsball 1992 war der Auftaktball im Jubiläumsjahr „2000 Jahre Koblenz“.  Eine festliche Gestaltung und ein erstklassiges Programm rief viele Besucher in die Rhein-Mosel-Halle.

„Tour de Lese“ war das Motto der Kappensitzung am 26. Februar 1992. Der neue Sessionsorden zeigt die Kastorkirche und war sehr begehrt.

Mit drei Bussen fuhr die Lese am 16. Mai 1992 zur Salier-Ausstellung nach Speyer. Auch die Besichtigung des Kaiserdoms und der Altstadt standen auf dem Programm. In Wachenheim feierten wir Eucharistie. Danach trafen wir uns zur frohen Runde im Winzerverein.

Glockenspiel für Koblenz! Am 2. Juni 1992 wurde Oberbürgermeister Willi Hörter unser Glockenspiel als Geschenk für die Bürgerschaft auf dem Jesuitenplatz übergeben. Viele Mitglieder und Gäste hatten sich dort eingefunden, um den ersten Glockenklang zu hören. Die Gülser Blaskapelle St. Servatius umrahmte die großartige Feier, an die sich ein Umtrunk im Hof des Rathaus-Gebäudes II anschloss.

Die Herbstreise führte nach Metz. Die Kathedrale mit Fenstern von Marc Chagall hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Nach der Stadtrundfahrt ging es nach Trier, wo wir in St. Paulin einen gemeinsamen Gottesdienst feierten.

Der Ausflug der jungen Familien ging nach Kommern ins Freilichtmuseum. Kinder und Begleiter hatten ein begeisterndes Programm vorbereitet.

Am 17. September 1992 fand im Gewölbekeller des Mittelrhein-Museums die Buchvorstellung „Koblenz im deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhundert“ statt. Verfasser war Kulturdezernent Heinrich Denzer, Mitglied unseres Vereins. Viele Besucher waren unserer Einladung gefolgt. Das Büchlein wurde allen Vereinsmitgliedern als Geschenk übersandt.

Zur Jahreshauptversammlung traf sich die Lesefamilie im Pfarrzentrum St. Franziskus. Neben den Regularien erbrachten die Neuwahlen keine Veränderungen im Vorstand.

Das Debbekooche-Esse am 13. November 1992 hatte mit über 150 Teilnehmern wieder Rekordbesuch.

Auch zum Vortragsabend am 20. November 1992 mit dem sowjetischen Botschaftsrat Iwan A. Kurpakow, einem Freund unseres Vorsitzenden, kamen zahlreiche Zuhörer ins Auditorium der HWK. Eine lebhafte Diskussion schloss sich den Ausführungen des Referenten über die wirtschaftliche Situation Russlands an.

Die beiden Meditationstage in der Fastenzeit und im Advent waren von unserem geistlichen Beirat, Pastor Schäfer hervorragend gestaltet.

Nach langer Vakanz besuchte der Nikolaus 52 Kinder der Lesefamilie. Für alle Kinder hatte der Himmelsmann löbliche Worte und eine bunte Tüte mitgebracht. Die Kinder dankten mit alten Nikolausliedern.

Zum Dreikönigs-Bohnen-Ball 1993 war mit einem anspruchsvollen Programm eingeladen worden. Leider war die Teilnehmerzahl sehr rückläufig, so dass der Vorstand den Beschluss fasste, ab 1994 auf Ballveranstaltungen zu verzichten, da diese wegen der Kostenbelastungen nicht mehr finanzierbar war.

„Der Glöckner von Notre Lese“ war das Motto der Kappensitzung. Fünf Stunden wurden die närrischen Besucher „astrein“ unterhalten.

Fritzlar – Goslar – Halberstadt – Quedlinburg – Duderstadt waren die Ziele einer Dreitagesfahrt durch den Harz, die alle Teilnehmer im Wonnemonat Mai begeisterte.

 Im Weindorf wurden am 4. Juni 1993  33 Mitglieder geehrt, die 25 bzw.40 Jahre dem Verein die Treue gehalten haben.   

Unseren geistlichen Beirat, Pastor Berthold Matthias Schäfer, mussten wir leider nach Weiskirchen im Hochwald verabschieden. Als Dank für seine großen Verdienste in der Lese wurde ihm vom Vorstand die Goldene Görres-Medaille verliehen.

Daher war nur allzu verständlich, dass die Herbstfahrt zur Einführung unseres Freundes nach Weiskirchen ging, wo wir einen festlichen Gottesdienst und einen großen Empfang erlebten.

 Zur Jahreshauptversammlung am 15. Oktober 1993 war nach St. Josef eingeladen. Pfarrer und Dechant Karl Schulz feierte mit uns Eucharistie, und wir konnten auch während des Gottesdienstes der neuen Orgel lauschen, die meisterhaft vom Organisten Mutschke gespielt wurde. Die Regularien im Pfarrsaal waren bald zügig beendet, so dass ausreichend Zeit zur frohen Unterhaltung gegeben war.

Mit 170 Teilnehmern war das Kolpinghaus zum Debbekooche-Esse ausverkauft. Hier stellte sich Prinz Karneval 1993/94 als Michael I. mit Kostproben seines humorvollen Könnens vor.

Die Besinnungstage am 27. März 1993 und auch am 11. Dezember 1993 hatte nochmals unser geistlicher Beirat, Pastor Schäfer gestaltet. Er dankte bei seiner letzten offiziellen Begegnung ausdrücklich der Lesefamilie für die schönen und guten Jahre, die er gemeinsam mit uns verbracht habe.

Mit einer neuen Veranstaltung überraschte der Vorstand seine Mitglieder am 30. Januar 1994. Erstmals wurde zu einem Neujahrskonzert eingeladen, als Ersatz für den Dreikönigs-Bohnen-Ball. Prof. Boris Lewantowitsch begeisterte in der vollbesetzten Galerie der HWK die Zuhörer mit Werken von Mozart, Schubert und Mussorgski. Der Vorstand beschloss spontan, diese Veranstaltung zu einer festen Einrichtung werden zu lassen. 

Die Lesekappensitzung unter „Einspringpräsident“ Dr. Ewald Thul war ein voller Erfolg, da Michael I. mit Confluentia Karin als Tollitätenpaar die Jokusstadt Koblenz regierte und nur mit ihrem Besuch zur Verfügung stand.

Der Besinnungstag am 19. März 1994 wurde von Pastor Manfred Plunien gestaltet und stand unter dem Thema „Komme zu dir selbst“.

Ein Vortrag am 16. April 1994 mit Prof. Franz Josef Heyen in der HWK führte uns die neuen Chorfenster von Liebfrauen vor Augen.

Die Zweitagesfahrt am 7. und 8. Mai 1994 ins Land der Franken war ein kulturelles Erlebnis für alle Teilnehmer.

Am 19. September 1994 wurde unserem Vorstandsmitglied Gerhard Genzler die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Dem langjährigen Schriftführer wurde somit vom Vorsitzenden für seinen nie erlahmenden Einsatz gedankt.

Die Jahreshauptversammlung am 29. September 1994 verlief sehr zügig. Zum neuen geistlichen Beirat wurde einstimmig Domkapitular Stephan Schwarz, Pfarrer von St. Kastor, gewählt.  

Das Ziel der Herbstfahrt am 8. Oktober 1994 war Frankfurt am Main.

Das Debbekooche-Esse fand am 9. November 1994 erstmals im Soldatenfreizeitheim Haus Horchheimer Höhe statt. Bis auf den letzten Platz war der große Saal besetzt. Dekorationen und Debbekooche waren sehr geschmackvoll.

Auch das zweite Neujahrskonzert der Lese am 8. Januar 1995, wieder mit Prof. Boris Lewantowitsch, war ein großer Erfolg. Auch diesmal war die Galerie des Handwerks voll besetzt.

Nach gründlichen Vorstandsberatungen wurde die Lesekappensitzung 1995 in den großen Saal der Rhein-Mosel-Halle verlegt. Sitzungspräsident Michael Hörter konnte nahezu 800 Gäste begrüßen. Ein übergroßer Clown als Bühnenbild und ein Elferrat in prächtigen Clownskostümen waren die Augenweide für eine gelungene Sitzungsparade.

„Christsein in einer säkularen Welt“ war das Thema unserer Fastenbesinnung mit Domkapitular Pfarrer Stephan Schwarz, unserem geistlichen Beirat.

Die Frühlingsfahrt führte ins Münsterland.

Zur Jubilarenehrung für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft fanden sich am 12. Juni 1995 viele Mitglieder im Weindorf zusammen.

Mit einer Herbstfahrt nach Bonn in das Haus der Deutschen Geschichte, nach Schwarzrheindorf zum Besuch der berühmen Doppelkirche und dem Abschlussgottesdienst in St. Laurentius Ahrweiler endete ein schöner Tagesausflug.

In der Jahreshauptversammlung am 6. Oktober 1995 standen Satzungsänderungen und Neuwahlen an. Der Vorschlag zur Satzungsänderung lautete: Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter, sowie bis zu neun Beisitzern. Dem Vorschlag wurde mehrheitlich zugestimmt. 

Die Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis:

Vorsitzender: Dr. Ewald Thul
Stellvertreter:  Alfons Sauerborn
Geistlicher Beirat:  Domkapitular Stephan Schwarz
Schatzmeister: Heinz-Dieter Maahs
Beisitzer: 
Hans Breuer, 
Gerhard Genzler, 
Michael Hörter, 
Eugen Lambert, 
Bernd Rademacher, 
Alfred Schweitzer, 
Günther Zenzen.

Das Debbekooche-Esse fand wieder im vollbesetzten Saal des Soldatenfreizeitheimes statt..

Am 21. November 1995 erhielt unser Ehrenmitglied Oberbürgermeister a.D. Willi Hörter den Ehrenbürgerbrief der Stadt Koblenz.

Abwechslungsreich war das Neujahrskonzert 1996 erstmals in der großen Verkaufshalle von Mercedes-Benz mit Schülerinnen und Schülern der Musikschule Koblenz. Direktor Detlef König und Vorsitzender Dr. Ewald Thul begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste.

Die Lesesitzung 1996 im großen Saal der Rhein-Mosel-Halle war gut besucht.

Die zweitägige Belgienfahrt am 22. und 23. Juni 1996 mit über 100 Teilnehmern war ein großartiges Erlebnis.

Am 15. August 1996 starb unser Ehrenmitglied und der Ehrenbürger unserer Heimatstadt Oberbürgermeister a.D. Willi Hörter. Seine Tatkraft und sein Wirken bleiben unvergessen.

Rommersdorf, das ehemalige Kloster in Heimbach-Weis bei Neuwied, war unser Besuchsziel am 3. Oktober 1996.

Zum Fest des hl. Martin trafen wir uns zum geschmackvollen Debbekooche im Hause Horchheimer Höhe.

Die Jahreshauptversammlung verlief harmonisch und klang, wie immer, mit Brot und Wein aus. 

Wieder im Hause Mercedes-Benz begrüßten wir das neue Jahr mit einem klangvollen Konzert mit Edeltrud Kahn, Sopran, von der Oper Bonn, begleitet von Swetlana Trawnikowa, Koblenz, am Klavier.

Mit unserem Vorsitzenden als Aushilfs-Sitzungspräsident stand die Lesekappen-Sitzung unter Volldampf.

Berlin, Potsdam, Hildesheim waren die Stationen unserer Frühjahrsreise  mit 50 Teilnehmern, an die man sich gerne erinnert.

25 Mitglieder wurden am 13. Juni 1997 für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Im Juni erschien erstmals die „Lese-Info“, ein Mitteilungsblatt des Vereins, die aktuelle Berichterstattung über die Geschehnisse der Gesellschaft vermittelt und Bindeglied zwischen Vorstand und Verein sein soll.

Die Besinnungstage in der Fastenzeit wurden von unserem geistlichen Beirat und im Advent von Pastor Plunien gestaltet.

Am Empfang im Gürzenich in Köln aus Anlass des 100-jährigen Bestehens von OMNES UNUM, unserem Dachverband, nahm eine Abordnung  des Vorstands teil. Unser Vorsitzender nahm die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Köln wahr.

Am 13. September 1997 fuhr die Lese an die Lahn mit dem Besuch des Limburger Doms. Der prächtig renovierte Innenraum des Gotteshauses überraschte die vielen Reiseteilnehmer. Weilburg und Dietkirchen waren weitere Stationen der Herbstfahrt.

Aus der Jahreshauptversammlung ist zu berichten,  dass die Satzung insoweit geändert wurde, dass auch evangelische Christen und andere Gläubige, die sich den Zielen der Lese verbunden fühlen, die Mitgliedschaft der Lese erwerben können. Außerdem folgten die Mitglieder einem Vorschlag des Vorstandes, Mittel für die Errichtung eines Cusanus-Denkmals anzusammeln.

Mit 180 Teilnehmern war das Debbekooche-Esse im Soldatenfreizeitheim wieder überaus gut besucht.

Mit Klassik und Romantik startete die Lese ins Jahr 1998. Das Konzert in der Daimler-Benz-Halle konnte die Gäste kaum aufnehmen. Daher versprach Direktor Detlef König in seiner Begrüßung, die Sitzplätze im nächsten Jahr um weitere 50 zu erhöhen. Ursula Targler, Sopran, mit Thomas Eitle am Klavier erhielten für ihre Darbietungen wahre Ovationen.

Ein Feuerwerk des Frohsinns zelebrierte der Lese-Elferrat mit Michael Hörter  als Präsident und Ewald Thul als singender und reimender Protokoller in der Session 1998.

Am Fastenbesinnungstag meditierte Dechant und Pfarrer Helmut Kusche über das Thema „Christliches Leben im Zeichen des Kreuzes“.

Die Frühjahrsfahrt ging in die Nordeifel, zunächst nach Steinfeld, ehemals Prämonstratenserabtei, dann nach Monschau und am Nachmittag zur früheren Benediktinerabtei    Kornelimünster.

Passau war das Ziel der Herbstreise vom 16. bis 18. Oktober 1998. Eine ausgiebige Stadtbesichtigung mit Orgelkonzert im Dom, eine Schifffahrt auf der Donau und Besuch der Marienfeste in Würzburg auf der Heimfahrt waren die Hauptstationen des Ausflugs.

Vom 22. bis 25. Oktober 1998 war OMNES UNUM, unser Dachverband, zu Gast in Koblenz

Neben der Arbeitstagung mit den Delegierten standen für den Vorstand eine Stadtführung mit Empfang im Schöffenstübchen und ein Essen mit dem Lesevorstand auf dem Programm. Die gemeinsame Eucharistiefeier erlebten wir in der St. Kastor-Basilika.

Nach der Wahlniederlage von Helmut Kohl fuhren unsere Vorstandsmitglieder Dr. Ewald Thul und Günther Zenzen ins Bundeskanzleramt, um unser Görresbild, 1876 von Settegast geschaffen, wieder in Empfang zu nehmen. Dort hatte es 16 Jahre im Arbeitszimmer von Bundeskanzler Helmut Kohl gehangen. Das Bild wurde als Leihgabe dem Mittelrhein-Museum überlassen.

Organist Joachim Aßmann erläuterte am 17. November 1998 in Herz Jesu zahlreichen Mitgliedern der Lese die Orgel und bot zum Abschluss ein großartiges Konzert. 

In der Jahreshauptversammlung am 28. November 1998 ergaben sich bei den anstehenden Vorstandswahlen keine Veränderungen. Der Vorsitzende kündigte wegen steigender Kosten und sinkender Einnahmen eine Beschlussfassung über eine Beitragserhöhung für die nächste Mitgliederversammlung an.

Mit Philipp Klöckner, Violine, und Martin Stadtfeld, Klavier, begeisterten zwei junge Künstler die vielen Gäste beim Neujahrskonzert 1999 bei Mercedes-Benz.

Die närrische Kappensitzung war wieder gelungen. Der Lese-Orden mit Jesuitenkirche und Glockenspiel war ein begehrtes Sammlerobjekt.

Vom 18. bis 20. Juni 1999 fuhren wir in das Land der Welfen. Braunschweig, Wolfenbüttel, Halberstadt, Quedlinburg, Celle und Osnabrück waren die Hauptreiseziele.

66 Jubilare, eine Rekordzahl, wurden für 25, 40 und 50 Jahre treue Mitgliedschaft im Weindorf geehrt.

Die Bonner Museumsmeile und der Besuch der Kirche Maria im Kapitol in Köln erfreuten die Lesefamilie auf ihrer Herbstreise am 18. September 1999.

Die Jahreshauptversammlung stand ganz im Zeichen der Diskussion um die angekündigte Beitragserhöhung. Der Vorsitzende und der Schatzmeister begründeten die Notwendigkeit einer Anhebung des Jahresbeitrags von 30,- DM auf 50,- DM, der seit dem Jahre 1972 unverändert  geblieben war. Bei nur vier Enthaltungen wurde der Erhöhung zugestimmt.

Debbekooche-Esse und Adventsbesinnung beendeten das Jahresprogramm.

Das Neujahrskonzert 2000  gestalteten wieder Philipp Klöckner und Martin Stadtfeld. Mercedes-Benz-Chef Detlef König sprach von einem Konzert der Extraklasse, und unser Vorsitzender dankte für ein  Meisterkonzert.

Die Kappensitzung erfreute mit einem bunten Programm.

Einen Besinnungstag besonderer Art erlebten wir in der Fastenzeit mit Prof. Dr. Franz Ronig und einem eindrucksvollen Lichtbildervortrag über ein Evangeliar aus der Werkstatt Heinrich des Löwen.

Die Reise im Frühjahr in das Schwabenland.

Ein Vortrag von Martin Lohmann, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, am 4. Oktober 2000 über das Thema „Kirche und Medien“ fand große Resonanz.

Die Herbstfahrt nach Oberwesel und Karden war gelungen.   

Die Jahreshauptversammlung am 20. Dezember 2000 verlief sehr harmonisch. Der Schatzmeister konnte im Rahmen seines Jahresberichtes mitteilen, dass für die Rücklage der Cusanus-Stele bereits ca. 25.000,- DM angespart sind.

Gute Stimmung herrschte beim Debbekooche-Esse am 10. November   2000 im Soldatenfreizeitheim auf der Horchheimer Höhe.

Über das Lebenswerk Nikolaus von Cues referierte Schulpfarrer Thomas Darscheid am 16. Dezember 2000 in einem viel beachteten Vortrag im Eltzerhof.

Über 400 Besucher erlebten am 7. Januar 2001 das Neujahrskonzert bei Mercedes-Benz.

Christine Niessen, Sopran, und Pjotr Wnukowski, Tenor, brillierten mit ihren Stimmen, hervorragend begleitet von Swetlana Trawnikowa am Klavier.

Die Wiederauferstehung der Klamaukpartei mit Werner Laube erlebte die großartige Kappensitzung der Lese am 21. Januar 2001 in der Rhein-Mosel-Halle.

Für den Besinnungstag in der Fastenzeit konnten wir den Jesuitenpater Hans Weyer gewinnen, der mit seinem Vortrag „Die kleine Terz“ besondere Beachtung fand.

Am Gründonnerstag verstarb unser Ehrenvorsitzender Peter Malmen im Alter von 90 Jahren. Von 1957 bis 1972 hat er unseren Verein mit großer Leidenschaft geführt und sich große Verdienste um unsere Gemeinschaft erworben. In Norath wurde er zur letzten Ruhe geleitet.

Zahlreich war die Teilnahme an unserer Jubilarenehrung am 15. Mai 2001 im Weindorf.

48 Mitglieder wurden für 50-, 40- und 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Die mehrtägige Frühjahrsreise in die Mark Brandenburg und der Tagesausflug in das herbstliche Bernkastel-Kues fanden großen Anklang.

Am 5. August 2001, kurz vor seinem 90. Geburtstag, verstarb Pastor Kurt Butterbach, von 1950 bis 1968 Pfarrer von Liebfrauen, ein treues Mitglied unseres Vereines, in Rech an der Ahr.

Frohe Stunden erlebten viele Genießer beim Debbekooche-Esse auf der Horchheimer Höhe.

Im Pfarrsaal von St. Josef trafen wir uns zur Jahreshauptversammlung. Der Jahresbeitrag wurde auf 25,-- Euro festgesetzt. Für Hans Breuer wurde Dr. Klaus Peter Grommes gewählt. Die übrigen Mitglieder des Vorstands wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Das Neujahreskonzert 2002 lockte nahezu 450 Gäste in die Mercedes-Benz-Halle. Die Besucher erlebten ein großartiges Konzert mit dem jungen Geiger Philipp Klöckner und der Pianistin Swetlana Trawnikowa.

„Eine Welt ohne Gott ist eine Welt ohne Sinn und Hoffnung“ war das Thema der Fastenbesinnung mit unserem geistlichen Beirat, Domkapitular Stephan Schwarz im Eltzerhof.

Vom 13. bis 16. Juni 2002 waren unsere Mitglieder zu einer Reise an den Bodensee eingeladen, die begeisterte.

Auch die Herbstfahrt an den Niederrhein fand großen Zuspruch und Anerkennung.

Vorstandsmitglied Eugen Lambert wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Der Vorsitzende, Dr. Ewald Thul, fand lobende Worte für das tatkräftige Engagement des Geehrten um das Vereinsleben.

Aus der Jahreshauptversammlung am 22. November 2002, wieder im renovierten Gemeindesaal St. Franziskus, ist zu berichten, dass Michael Hörter für den erkrankten Alfons Sauerborn zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. „Itsche“ blieb aber Beisitzer im Vorstand.

Mit Sanitätsrat Dr. Clemens Henrich meditierten wir am 7. Dezember 2002 über das Thema:   „Die Not der Geburt des Ewigen in uns“, das alle tief bewegte.

Das Neujahrskonzert am 5. Januar 2002 mit Schülerinnen und Schülern des Landesmusikgymnasiums Montabaur bei Mercedes-Benz war ein wahres Meisterkonzert junger Künstler mit stehenden Ovationen der Zuhörer.

Es war der würdige Auftakt für das Jubiläumsjahr „140 Jahre Katholischer Leseverein e.V. Koblenz“.  

Für den Fastenbesinnungstag konnte kurzfristig für den erkrankten Referenten Prof. Dr. Franz Ronig die Schönstätter Theologin Dr. Margarete Gruber gewonnen werden.

Die Frühjahrsfahrt führte vom 18. bis 22. Juni 2003 nach Landshut und die eintägige Herbstreise nach Mainz.

Der Vorstand beschließt, die Erstellung des Cusanus-Denkmals dem Künstler und Bildhauer Waldemar Kaspers aus Schuld/Ahr zu übertragen. Als Standort ist der Platz vor der Florinskirche vorgesehen. Ein Spendenaufruf wird gestartet.